de | en | es | it | pt

Die Fackel

Die Fackel

Was muss die Fackel für den Fackellauf 2014 können? Wo gab es Probleme mit der Fackel 2009? Mit diesen Fragen haben wir uns zu Beginn beschäftigt und haben daraus eine Liste erstellt, was die Fackel zwangsweise können muss. Nachdem die ersten Ideen skizziert wurden, haben wir festgelegt, an 2 Möglichkeiten weiterzuarbeiten. Diese Alternativen haben wir zum besseren Verständnis in 3D konstruiert und über die Auswahl der Fertigungsmöglichkeiten beraten. Da die Fackeln möglichst günstig sein sollen, ist die zweite Alternative ausgeschieden. Somit stand das Design für die Fackel fest. Die Einzelteile der Fackel waren nun recht schnell gezeichnet und der Prototyp konnte hergestellt werden. Der Ölbehälter des Prototyps wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt. Die weiteren Teile haben wir auf einer Drehmaschine gefertigt und anschließend haben wir mit großer Freude und Spannung den Prototyp montiert. Alle Teile konnten passgenau zusammengefügt werden und wir konnten die ersten Tests durchführen.

Fazit: Gewicht passt, Stabilität hervorragend, Flamme passt...  Ohne Wind hat die Fackel ohne Probleme gebrannt. Da es beim Fackellauf sicher windig  werden wird, haben wir mit einem Ventilator den Wind simuliert. Nach kurzer Zeit wurden unsere Befürchtungen bestätigt und der Ölbehälter fing an sich zu verformen. Mit dem vorhandenen 3D-Drucker können wir aber keinen anderen Kunststoff verwenden, somit musste eine Alternative her.  Nach vielen Überlegung ob das Teil tiefgezogen, gegossen, gesintert, gewalzt oder mit sonst einem alternativen Verfahren hergestellt werden kann, mussten wir abwägen, ob wir nicht doch eine kleine Änderung am Design durchführen können und dafür den Ölbehälter recht einfach auf der Drehmaschine herstellen können. Ein Kostenvergleich machte uns die Entscheidung dann einfach und wir haben das Design so geändert, dass das Teil auf der Drehmaschine hergestellt werden kann.  Mitte Dezember kam die Anfrage von Lukas Geyer aus Argentinien ob es möglich ist 2 Fackeln noch vor Weihnachten zu produzieren und diese dann nach Mendoza, wo der Cruzada de Maria stattfindet, zu schicken. Da wir natürlich wollen dass in Argentinien mit unseren Fackeln gelaufen wird und die Konstruktion abgeschlossen war, haben wir uns an die Fertigung von 2 Fackeln gemacht. Nachdem alles reibungslos geklappt hat konnten wir die Fackeln montieren und nochmals ausgiebig testen. Da jetzt nur noch der Griff aus Kunststoff ist, gibt es keine Probleme mehr mir Verformungen aufgrund von Hitze und selbst bei 60 km/h, wenn die Fackel aus dem Auto herausgestreckt wird, geht sie nicht aus. Die 2 Fackeln sind am 20. Dezember auf den Weg nach Argentinien gegangen und kommen hoffentlich pünktlich zum Cruzada de Maria an. Im Januar werden wir noch weitere Fackeln herstellen und sind dann bestens ausgerüstet für den Fackellauf 2014.


Martin Manz