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Fackellauf beim Weltjugendtag in RIO

Fackellauf beim Weltjugendtag in RIO

RIO - Fackellauf zwischen Papst, Samba –
22 Stunden Flug (mit Umwegen und Wartezeiten), der Flughafen Rio de Janeiro, gelandet bin ich, wo muss ich jetzt hin? Erste Überraschung: Ein Schild Felix Geyer –Schönstatt zieht meinen Blick auf mich. Pater Ze Fernando, einer der brasilianischen Schönstattpatres kam, um mich abzuholen.
Auf ähnliche Art und Weise ging es die Tage weiter: Offene Herzen und Türen gab es überall.
Vor dem Weltjugendtag trafen sich die Jugendlichen der SMJ (Schönstatt-Mannesjugend) für drei Tage zu einem internationalen Treffen.
IGNIS – so war der Name dieses großen Jugendtreffens, das in Niteroi, einem Stadtteil von Rio stattfand. Alle südamerikanischen SMJler die zum Weltjugendtag kamen hier zusammen um drei Tage lang das zum Ausdruck zu bringen, was sie bewegt, was ihr Leben bereichert und auch um gemeinsam zu feiern. Langsam reisten die 800 Teilnehmer aus fast allen Ländern Südamerikas, aus den USA, Spanien und Portugal an. Spanisch und Brasilianisch waren die Sprachen, man sprach soweit man konnte, die restliche Kommunikation wurde durch Hände Füße und Gesichtsausdrücke ausgeglichen.
Inhaltlich war eine Linie deutlich die auf den Punkt gebracht lautet: „SMJler sein heisst Misionar sein!“ Eine solche Formulierung mag auf einen europäischen Geist zunächst etwas abschreckend wirken. Auch mir viel es nicht ganz leicht mich darauf einzulassen. Doch schnell wurde klar was damit gemeint ist: Nicht zu den Menschen zu gehen und ihnen einen ‚Glauben‘ zu bringen, sondern sich Austauschen und auf gemeinsames Suchen nach sinnstiftenden Momenten einzulassen stehen im Vordergrund. Dabei ist immer eine Freude am Zusammensein, dem Feiern, der Gemeinschaft und vor allem eine Freude am Nächsten.
So ging es am zentralen Tag des Treffens auch auf eine Art Mission: Die 800 Jugendlichen teilten sich auf und gingen an den Strand und in so genannte Favelas, das sind Stadtteile in denen eher ärmere Menschen leben. Wir gingen von Tür zu Tür, sprachen mit den Menschen über die Art wie sie ihr leben gestalten, was ihnen Freude macht, auch über den Glauben und natürlich, so kurz vor dem Besuch des Papstes, über Papst Franziskus. Keine Tür blieb zu, alle sprachen offen und lange über sich und ihr leben – Missionar sein heißt mit den Menschen ins Gespräch kommen, keine Angst vor der Begegnung zu haben und auch mal den ersten Schritt wagen, auf Menschen zuzugehen.
Den Fackellauf nahmen die Jugendlichen sehr gut und sehr schnell auf: Das Symbol der Fackel, unser Anliegen trifft den Kern dieses Missionar-seins. Beides ist eine Art und Weise das Liebesbündnis im Heute auf eine konkrete Art zu leben.
Erste Anmeldungen gibt es bereits aus Südamerika.
Beim Weltjugendtag selbst sprach der Papst in der Vigil eine deutliche Botschaft, die wie ein deutlicher Ruf an uns ist: „Seid Athleten Gottes!“ Er sprach dies, im Sinne des Glaubens: Um Glauben und Beten zu lernen – beides Dinge, die heute nicht selbstverständlich sind – braucht es Training. Mit dem Fackellauf beginnen wir dieses Training, setzen wir uns mit IHM auseinander: Indem wir einander und anderen Menschen begegnen, sind wir schon auf der Startlinie. Wir bitten um viel Gebet dass der Fackellauf auch in der internationalen Ebene immer weiter wächst und wir immer mehr zu Misionaren, zu Fackelläufern und zu Athleten Gottes werden.
Ich bin allen dankbar, die diese Fahrt nach Rio ermöglicht haben: besonderer Dank gilt den zahlreichen Spendern. Dadurch wurde Internationalität möglich: Der Fackellauf ist in Südamerika zum festen Symbol für 2014 geworden.


Felix Geyer / INTERNATIIONALE KOMMUNIKATION