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KURZTRIPP nach POMPEIJ und ROM

KURZTRIPP nach POMPEIJ und ROM

Der Hinweg - Es ist ganz schön weit nach Pompeij

Mittwoch Abend 19. Uhr. Los geht’s. Mit dabei: Flyer, frisch gedruckte Newsletter in italienisch und frisch gestickte Fackellaufstolen, Visitenkarten, eine Fackel und Plakate vom Projekt. Die Nacht liegt vor uns und mit ihr 15 Stunden Fahrt, aber zuerst noch das große Banner bei Nico zu Hause abholen. Wäre ärgerlich, wenn man es dann braucht und nicht da hat. Laute Filmmusik und lange Gespräche retten über die Nacht. Die immer wieder anschleichende Müdigkeit fordert ihren Tribut doch eine halbe Stunde Schlaf auf einer Autobahnraststätte irgendwo vor Rom tut Wunder und wir erreichen den Termin um 11.00 Uhr in Pompeij.  Es ist ein langer Weg bis hier runter in den Süden. Man muss schon ganz schön verrückt sein den Weg  am Stück zu fahren… umso verrückter ihn zu laufen!

Pompeij - Was braucht ihr noch? ... nichts!              

Da sitzen wir zwei Deutsche auf gepolsterten Lederstühlen im Büro des Vizerektors von Pompeij: Don Antonio. Sein Sekretär reicht ihm eine Mappe. Darin sind alle Mails die wir bisher geschrieben hatten. Er ist gut informiert. Punkt für Punkt liest er unsere Wünsche vor: Unterkunft, Küche, Busparkplatz, Treffen mit dem Bischof…. Eins nach dem anderen regelt sich. Wir sind zwar müde, aber auch sehr zufrieden. Jetzt heißt es Eis essen und Städtchen anschauen. Pompeij zieht viele Menschen an und immer noch sind die sozialen Einrichtungen die Bartolo Longo hier ins Leben rief besucht und aktiv. Vom Fuße des Vesuvs aus geht es wieder nordwärts. Rom ruft…

Rom – Belmonte –ein Zuhause

In Belmonte empfängt uns Don Giorgio (Georg Egle), die Zimmer sind gerichtet und die Volontäre, die hier das Jubiläum vorbereiten nehmen uns in ihrer Wohngemeinschaft herzlich auf!  Matias, Diego Pablo, Rodrigo, Santiago und Deilton: Danke Euch!

Am nächsten Tag steht erst mal ausschlafen an, dann die Besichtigung des Borgo Amigo. Eine Einrichtung für Jugendliche, die hier untergebracht sind, eine Arbeit erlernen, einen Schulabschluss oder eine Ausbildung nachholen. Gaetano, der hier Mitgründer und Erzieher ist führt uns herum, zeigt alles und schnell wird klar: Hier können wir gut unterkommen.

Ein bisschen Rom bei Nacht mit Bier auf spanischer Treppe und nächtlicher Besuch beim Petersplatz ist auch drinnen.

Samstag ist Begegnungstag: Mit den Jugendlichen und Familien der römischen Schönstattfamilie. Der Fackellauf wird vorgestellt und es ergeben sich viele Gespräche. Ein Fazit dazu: Es scheinen nicht viele, die hier zusammenkommen und im Schatten von St. Peter unter Palmen und Pinien picknicken und doch: Ein Querschnitt durch alle Altersschichten  und eine Jubiläumsstimmung die sagt: Wir wollen nicht nur zurückblicken, wir wollen mit dem 18.Oktober 2014 anfangen. Das wir vom Fackellauf mit einer Begegnung am 10. Oktober auf Belmonte dazu Initialzündung geben, passt sehr gut. Wenn wir an diesem Tag mit allen Läufern und der Fackel in Rom sind wird außerdem die junge Generation der Römer die 11,5 Kilometer vom Petersplatz bis Belmonte laufen, bevor es ein gemeinsames Fest auf Belmonte geben wird.

Am Sonntag ist Strandtag, bevor am Abend die Pfingstmesse mit dem Bischof stattfindet, der u.a. für die Studierenden der Stadt Rom zuständig ist. Bei der Begegnung anschließend wird deutlich: Hier ist Verbundenheit gewachsen, die uns sicher macht, dass wir gemeinsam unseren Lauf bestreiten können.

Montag – Urlaub im Priesterseminar

Neue Begegnungen und das eine nach der anderen: Wir treffen hier Don Andrea, junger Priester der Pfarrei, er zeigt uns das Priesterseminar der kleinen mittelalterlichen Stadt. Hier werden wir übernachten. Franco, der junge Regens des Priesterseminars ist sehr zuvorkommend: Wir erfahren ein weiteres Mal die italienische Gastfreundschaft. Zum übernachten ist reichlich Platz für 80 Mann, nur fehlt es an Duschen, die gibt es nämlich nur auf den Zimmern. Kurzerhand sagt Don Franco: „Dann bekommt ihr halt noch ein paar Zimmer dazu, dass ihr dort die Duschen nutzen könnt.“ Don Andrea kümmert sich darum, dass wir im ehemaligen Bischofspalais der Stadt wahrscheinlich essen und uns versammeln können. Die Erlaubnis dazu will er uns vom Bischof der norditalienischen Diözese La Spezia einholen. Seine Eltern sind zu Besuch und so bekommen wir zu guter Letzt ein Abendessen bei einer echten Mamma italiana mit anschließendem Stadtbummel und Eis.

Dienstag – Bergsonne –zumindest im Juni

Rückfahrt steht an. Ciao Italia! 700 Kilometer Straße vor uns. An Mailand vorbei, kein Stau und dann den Pass rauf. Strahlender Sonnenschein, 25 Grad und dabei der schmelzende Schnee – noch ein paar Fotos und Videos dann geht’s weiter!

Jetzt im Gepäck: Viele neue Bekanntschaften, keinen Flyer mehr, Infomaterialien der verschiedenen Orte, ein bisschen Sonnenbrand und ein gutes Gefühl: Die Fahrt bringt uns ein ganzes Stück weiter!


Felix Geyer